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Achtung, Radfahrer!


Wo darf ich langfahren? Was bedeutet dieses Schild? Wer hat jetzt eigentlich Vorfahrt? An so vieles gleichzeitig muss man denken, wenn man sich als Radfahrer durch den Straßenverkehr bewegt. Für die jüngsten Verkehrsteilnehmer ist das besonders nervenaufreibend. Doch die Viertklässler der DPFA-Regenbogen-Grundschule haben fleißig geübt und erfolgreich ihre Fahrradprüfung abgelegt.

Ein Vormittag im September, die Sonne scheint, der Himmel ist blau. Beste Voraussetzungen, um das Radfahren zu lernen! Moment, Radfahren können hier doch alle! Oder? Das Kommando schallt über den ganzen Platz: „Der Nächste, bitte!“, ruft der Polizist von Weitem. Etwas wackelig setzt sich langsam ein blaues Fahrrad samt Viertklässler in Bewegung und biegt auf den extra für heute aufgebauten Verkehrsübungsplatz hinter der Turnhalle des ESV Lokomotive Chemnitz ein. Das Radfahren – es stellt sich an diesem sonnigen Vormittag plötzlich als äußerst kniffelig heraus.

Komplexes Unterfangen auf zwei Rädern

Denn für das sichere Radeln im Straßenverkehr ist es wichtig, dass die Grundschüler die Spur halten und mit einer Hand fahren können, die Verkehrsschilder kennen und in der Lage sind, das Signal eines anderen Rad- bzw. Autofahrers richtig wahrzunehmen oder einem Hindernis auszuweichen – eine komplexe Anforderung an Motorik, Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit.

Achtung, Kreuzung! Muss ich anhalten, darf ich fahren? Die Vorfahrtsregeln verunsicherten die meisten Schüler anfangs noch. Foto: DPFA Chemnitz/Caroline Lindner

Den ganzen Vormittag lang üben die Viertklässler fleißig, bis sie alles ziemlich sicher beherrschen: Hand raus, links abbiegen, rechts abbiegen, Vorfahrt beachten, Ampel und Schilder richtig deuten, Spur halten, rechtzeitig bremsen. Mittendrin zwei waschechte Polizisten, die vor allem an den Kreuzungen viel erklären und den jungen Radfahrern jede Menge Hinweise geben.

Was ist der tote Winkel? Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Autofahrer Fußgänger und Radfahrer wahrnehmen, durften die Schüler selbst mal auf den Fahrersitz klettern. Eine Lehrkraft hatte ihren roten Flitzer extra dafür zur Verfügung gestellt und auf den Schulhof gefahren. Foto: DPFA Chemnitz/Caroline Lindner

Vieles davon haben die Kinder bereits im Unterricht erfahren, spielt das Fahrrad doch schon in den unteren Klassenstufen eine Rolle. Die Verkehrserziehung ist in der Primarstufe verbindlich im Lehrplan verankert. Die Polizei in Sachsen beteiligt sich insbesondere in der 4. Klasse daran und unterstützt die Lehrer bei der praktischen Radfahrausbildung.

Nach der Prüfung gibt's den Fahrradpass

Am Ende dieses sonnigen Septembervormittags heißt es noch mal: Konzentrieren! Die Prüfung steht an, der Verkehrsübungsplatz muss nun fehlerfrei durchfahren werden. Geschafft! Die Kinder der vierten Klassen der DPFA-Regenbogen-Grundschule Chemnitz nehmen stolz ihren Fahrradpass entgegen. Sie haben mit Erfolg an der Radfahrausbildung teilgenommen und ihr Wissen und Können unter Beweis gestellt. Jetzt dürfen sie ihren Schulweg auch mit dem Rad meistern – sofern die Eltern es erlauben.