Zum Inhalt springen

Gemeinsam rauchfrei


Sie haben durchgehalten: Ein halbes Jahr lang hat die Klasse 7 des DPFA-Regenbogen-Gymnasiums Chemnitz bei „Be smart – don’t start“ mitgemacht. Der bundesweite Wettbewerb ermutigt Jugendliche, nicht zur Zigarette zu greifen. Die 13- und 14-Jährigen haben sich auch kreativ mit dem Thema auseinandergesetzt.

Schüler posieren gemeinsam mit zwei Lehrern auf Stühlen und Bänken in ihrem Klassenzimmer und zeigen ein Plakat.
Be smart, make art: Passend zum Rauchfrei-Wettbewerb gestalteten die Schüler:innen der Klasse 7 des DPFA-Regenbogen-Gymnasiums gemeinsam mit Kunstlehrerin Dr. Joanna Zofia Rose (vorn rechts auf Stuhl sitzend) ein kreatives Banner. Klassenlehrer Ralf Trommler (vorn links auf Stuhl sitzend) motivierte seine Schützlinge, die Aufgabe, rauchfrei zu bleiben, ernst zu nehmen - auch über das Wettbewerbsende hinaus. Foto: Juliane Rismondo/DPFA Chemnitz

Juliane Rismondo ist die Freude förmlich anzumerken, sogar durchs Telefon. Die Chemnitzer DPFA-Schulcoachin ist stolz auf die Siebtklässler des DPFA-Regenbogen-Gymnasiums. Vor einem halben Jahr hatten sich die Schülerinnen und Schüler dazu entschlossen, am Wettbewerb „Be smart, don’t start“ teilzunehmen. Der bundesweite Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen fand in diesem Schuljahr zum 24. Mal statt. Er richtet sich hauptsächlich an die Klassenstufen 6 bis 8. Diese Altersgruppe wird gezielt angesprochen, da in diesem Alter die meisten Jugendlichen mit dem Rauchen beginnen. Die Vorgabe: Über einen Klassenvertrag versprechen alle verbindlich, dass sie es schaffen möchten, für ein halbes Jahr rauchfrei zu bleiben. Das bedeutete: „Nein“ zu Zigaretten, E-Zigaretten, Shishas, E-Shishas, Tabak und Nikotin in jeder Form. „Wir haben es geschafft“, resümiert Juliane Rismondo.

Eine Collage liegt auf einem Tisch und wird gerade weiter mit rosa Farbe bemalt.
Making of: Das selbst gestaltete Banner entstand sowohl während des Lockdowns im Homeschooling als auch in der Präsenzzeit im Kunstunterricht. Foto: Juliane Rismondo/ DPFA Chemnitz

Regelmäßig  prüfte die Klasse von November 2020 bis April 2021 gemeinsam mit ihr, ob mindestens 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler rauchfrei waren. Einmal im Monat meldete die DPFA-Schulcoachin den aktuellen Stand der Wettbewerbszentrale – denn nur so haben die Jugendlichen eine Chance auf den Hauptgewinn von 5.000 Euro für die Klassenkasse sowie auf Sachpreise wie zum Beispiel den Besuch eines Klettergartens, Freikarten für Sportveranstaltungen oder Kinogutscheine. Ob die Siebtklässler zu den glücklichen Gewinnern zählen, wissen sie noch nicht – die Auswertung läuft gerade.

Eine Schülerin setzt auf ein Plakat ihre Unterschrift.
Wir schaffen das gemeinsam! Mit ihrer Unterschrift stimmten die Schüler im November 2020 dem Klassenvertrag zu, ein halbes Jahr lang rauchfrei zu bleiben. Foto: Caroline Lindner/DPFA Chemnitz

Die 13- und 14-Jährigen setzten sich aber nicht nur sachlich und persönlich mit dem Thema Rauchen auseinander, sondern auch künstlerisch. Die Klasse reichte beim begleitenden Kreativwettbewerb ein großes, selbst gestaltetes Banner ein. Dieses entstand sowohl während des Lockdowns im Homeschooling als auch in der Präsenzzeit im Kunstunterricht. „Durch den langen Lockdown über den Jahreswechsel war das Projekt natürlich auch eine Herausforderung. Deshalb war es umso schöner zu sehen, dass trotz räumlicher Trennung ein gemeinsames Ziel erreicht werden kann“, so Juliane Rismondo, die das Projekt fachlich begleitete, während den Kreativ-Part Kunstlehrerin Dr. Joanna Zofia Rose anleitete. Juliane Rismondo: „Wichtig war aber insbesondere das mit dem Wettbewerb verbundene Gesprächsangebot. Das hat das Vertrauen in mich als Schulcoach weiter gestärkt.“

Offenes Ohr für Sorgen

So seien jederzeit auch Einzelgespräche mit ihr möglich gewesen – wie sonst auch, wenn die Schüler:innen Sorgen oder Nöte welcher Art auch immer hätten. „Ich versuche gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen auch immer etwas Positives in den schwierigen Situationen zu finden bzw. den Blick auf ihre persönlichen Ressourcen zu lenken: ‚Glücklichsein bedeutet nicht, von allem das Beste zu haben, sondern das Beste aus allem zu machen‘“, umreißt Juliane Rismondo das Anliegen ihrer Arbeit als DPFA-Schulcoach, mit der sie die Schüler:innen befähigen möchte, ihre eigene Kompetenzen, Ressourcen und Möglichkeiten für einen sicheren Umgang mit Schwierigkeiten zu stärken.

Bunte Wasserfarbkästen, Pinsel und Teile einer Collage liegen auf einem Schultisch.
Ob die Siebtklässler mit ihrem Kunstwerk auch einen Preis gewinnen, wissen sie noch nicht. Viel wichtiger ist jedoch die Erkenntnis, dass trotz räumlicher Trennung ein gemeinsames Ziel erreicht werden konnte. Foto: Juliane Rismondo/DPFA Chemnitz

Sie interessieren sich für einen Platz an unseren DPFA-Regenbogen-Schulen? Nutzen Sie dazu gern das Online-Formular für unser Gymnasium bzw. unsere Oberschule.